Kontinentepavillons

 

Hinaus in die Welt – Von Andershausen nach Brasilien

Vom 19.05. bis 22.05. 2015 wurde vom Oberbürgermeister der Stadt Quedlinburg die Kinderstadt Andershausen offiziell eröffnet. Ca 300 TeilnehmerInnen im Alter von 6 – 12 Jahren eroberten das Gelände des Ökogarten Quedlinburg. In diesem Jahr gab es eine Erweiterung. Im Rahmen des europäischen Jahres für Entwicklung wurde auf die Notwendigkeit und Bedeutung der Entwicklungshilfe und Entwicklungspolitik konkreter hingewiesen. An 5 Bildungsstationen lernten sie die Bedeutung von Entwicklungspolitik (EP) und Entwicklungszusammenarbeit (EZ) kennen.

Andershausen liegt in Europa, ist die Europäische Union (EU) gleich Europa? Diese Frage klärte man am ersten Pavillon. In Form eines Quizz mußten sie die Länder Europas herausfinden und erfuhren warum sich die EU gegründet hat. Gemeinsamkeit, Solidarität und das Verständnis für ein Miteinander sind die wichtigsten Grundsätze unseres Staatenverbundes. Wir sind dann auf die Forderung der UNO für die Einhaltung weltweiter Kinderrechte eingegangen. Das es allen Kindern gut gehen soll und sie unbeschwert aufwachsen können, gehört zur eigenen Erfahrenswelt und läßt sie empathischer mit den aufgezeigten Problemfeldern umgehen. Nach dieser „Weiterbildung“ konnten sie ihren Beamtenjob antreten und haben Visa erteilt und die Fremdwährung der einzelnen Kontinente in Quedel umgetauscht.

Hier gab es oft einen Schrecken, wenn aus einem Lohn von 600 Rupien mit einmal ein Quedel wurde! Was ist das Geld im eigenen Land wert? Einen konkreten Überblick erhielten sie zu dieser Frage im Amerika Pavillon, wo sie nach Peru reisten. Angekommen bei Familie Sanchez lernten sie den Vater kennen. Sie wohnen in Lima und er arbeitet als Bauarbeiter. Beispielhaft an seinem Wochenlohn und den notwendigen Bedürfnissen, wie Wurst, Brot etc. Erfuhren sie, wie weit die Familie mit dem Lohn kommt. Fazit war, das es sehr eng wird und die Kinder in einer annehmbaren Arbeit mitverdienen müssen. Die Familie stellt Armbänder her. Im Europapavillon haben sie schon über das Thema Kinderarbeit gesprochen und die Möglichkeit des Fairen Einkaufes erfahren. Hier in Peru erleben sie, was es für Kinder bedeutet, wenn Eltern fair entlohnt werden. Sie können eine kindgerechte Freizeit erleben!!!

Eine andere Frage der Fairnis wurde im Afrikapavillon aufgeworfen. Bei den SchülerInnen war Burkina Faso als „ hart arbeiten mit wenig Lohn „ völlig in den schlechten Ruf gekommen. „das Wasser aus dem Fluß zu holen ist für uns Kinder so schwer, schade das alle Trinkbrunnen verpachtet sind und man soviel Geld bezahlen muß“ .

Sie erfuhren mit wie weing Wasser man auskommen muß und kann, aber sie lernten auch die Tatsache kennen, eine mangelnde Aufbereitung von Abwasser stattfindet und dadurch belastetes Trinkwasser verwendet wird. Diese Wasserverschmutzung löst Krankheiten aus, die durch die stetige Klimaerwärmung zu Epedemien führen. Sie sollten aber auch über den eigenen Umgang mit Wasser nachdenken!

Durch unseren bewußten Einkauf können wir aber auf fair zu unserer Umwelt sein. Immer mehr Auswirkungen des Klimawandels sind deutlich spürbar. Wir müssen unserer Ökologie mehr Beachtung schenken. Das kam deutrlich im Asienpavillon zum Tragen. Der Schutz des Regenwaldes seine Bedeutung für unseren Alltag sind hier thematisiert worden. An Hand von verschidenen Produkten des Regenwaldes wie Aluminimfolie, Toilettenpapier, Holzbretter, Seifen übten sie den bewußten und klimagerechten Einkauf. Sie lernten aber auch die Kokosnuss und deren Fleisch kennen. Se verarbeitetn die Schaalen zu kleinen Gebrauchsgegenständen. Alle Produkte, die im Weltdorf angefertigt worden sind im Laden der Kinderstadt Andershausen verkauft worden.

Das Projekt „Hinaus in die Welt – Von Andershausen nach Brasilien“ kann man als Fortführung unseres vergangenen Projektjahres von Harz global ansehen. Im Laufe des Jahres entstand durch die Mitarbeit der Grundschulen Am Regenstein Blankenburg und der Grundschule an der Teufelsmauer in Timmenrode der Flyer „ Ist das Fair? Falsch!“. Hier stellen die TeilnehmerInnen der 3. und 4. Klassen vor, wie sich Verbraucher fair zur Umwelt und in Wirtschaftsbeziehungen verhalten können. Ihn gibt es auf Nachfrage im Dachverein Reichenstrasse e.V. zu erhalten und enthält Informationen zu Labeln des Fairen Einkaufes und Adressen von regionalen Händlern, wo Produkte mit kurzem Anfahrtsweg frisch auf unserem Tisch gelangen können.

http://harz-global.de/index.php?option=com_content&view=article&id=53:was-ist-fair-ist-das-fair&catid=7:projektarchiv&Itemid=12

Cornelia Kopf
Bildungsreferent/ Projektkoordination harz global