ZukunftsTour macht Station in Magdeburg

 

Bildung ist elementarer Bestandteil in der Kette der Entwicklungspolitik und damit in der Hilfe zur Selbsthilfe, ebenso wie der Faire Handel die nachhaltigste Form der Entwicklungszusammenarbeit darstellt.
Christel Riemann-Hanewinckel (MdB sowie Parl.StS a.D., Kindernothilfe e.V.) argumentierte auf der Politikarena der Zukunftstour am 03.09.2015 in diese Richtung. Auf die Frage, wie wir es bewerkstelligen, diese Ziele umzusetzen, meinte sie, es wäre nur durch unermüdliche Aktionen in der Öffentlichkeit und Gespräche mit BürgerInnen möglich.
Die Aussagen von Frau Hanewinckel stehen ganz im Sinne der entwicklungspolitischen AkteurInnen, die während der Zukunftswerkstatt im Gesellschaftshaus mit vielfältigsten Methoden ihre Bildungsangebote und Projekte präsentierten.
Genannt seien hier der Fahrradstrom mit Mohio e.V., der Kontinentepavillon vom Dachverein Reichenstraße e.V., die Phrasendreschmaschine der Ev. Akademie Sachsen-Anhalt e.V. oder die Ausstellungen zu den Themen „Konflikte“ des Friedenskreises Halle e.V. sowie „Flucht“ des ENSA e.V.. Sie alle sind unermüdlich dabei, die wichtigen Inhalte in die Öffentlichkeit zu tragen, die in Richtung nachhaltige Entwicklung, Bildung für ALLE und Fairer Handel weisen.
SchülerInnen und Interessierte hatten die Möglichkeit, sich an den unterschiedlichen Ständen der AkteurInnen zu informieren und viele Dinge selber auszuprobieren.

Der Bundesminister Müller hat den Anliegen der entwicklungspolitisch Aktiven in der Zukunftscharta Ausdruck verliehen und setzt sich für das Ziel ein, in den nächsten 20 Jahren den Hunger aus der Welt zu schaffen. Ob das Ziel des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt ebenso engagiert ist, wissen wir nicht. Er jedenfalls antwortete auf die Frage des Landtagsabgeordneten Sören Herbst nach der Überarbeitung der entwicklungspolitischen Leitlinien für Sachsen-Anhalt eher ausweichend und möchte die Frage nach der Aufstockung des PromotorInnenprogrammes in Sachsen Anhalt in einem bilateralen Gespräch mit Herrn Herbst nochmals aufgreifen.
Wir hoffen auf einen konstruktiven Ausgang des Gespräches, damit die wichtige entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit in Sachsen-Anhalt weiter gehen kann und die Ziele der Zukunftscharta umgesetzt werden können.