Das ENSA auf dem Sachsen-Anhalt-Tag in Quedlinburg

Der Sachsen-Anhalt-Tag in Quedlinburg ist vorbei. Als Landesnetzwerk waren auch wir Teil der rund 6000 Mitwirkenden. In unzähligen Gesprächen haben wir über unsere Arbeit informiert. Insbesondere der „Globale Fußabdruck“ erfreute sich großer Beliebtheit. Mit Hilfe dieses Bildungsmoduls konnten die Besucher überprüfen, wie viele Planeten gebraucht würden, wenn alle Menschen genauso leben würden, wie sie selbst. Das für viele erschreckende – aber nicht überraschende – Ergebnis: Zwei bis drei Erden wären bei unserem Lebensstil nötig.

Neben dieser Möglichkeit, die individuelle globale Verantwortung jedes Einzelnen zu verdeutlichen, war auch das Weltverteilspiel ein beliebter Anlaufpunkt. Bei diesem Spiel geht es darum, die Verteilung von Bevölkerung, Reichtum oder Ressourcenverbrauch zu veranschaulichen. Immer wieder sind Besucher überrascht, wie groß die globalen Unterschiede sind – wie reich wir Europäer tatsächlich sind.

Für kleinere Kinder stand unser SmoothieBike zur Verfügung. Hiermit wird den Kindern lokales, saisonales und fair produziertes Obst schmackhaft gemacht und sie werden an eine gesunde Ernährung herangeführt.

Ebenfalls Anwesend war unser Mitgliedsverein “Dachverein Reichenstraße” aus Quedlinburg, der gemeinsam mit der 4. Klasse der Neustädter Grundschule aus Quedlinburg das Projekt “Müllchaos” vorstellte. Im Vorfeld des Sachsen-Anhalt-Tages hatten die SchülerInnen unter Anleitung des Dachvereins recherchiert, auf welchen Wegen Müll in Flüsse und letztlich ins Meer kommt, und welche Möglichkeiten es gibt dies zu verhindern. Die Ergebnisse wurden anschaulich aufbereitet und der Öffentlichkeit präsentiert.

Neben diesen Bildungsmethoden war auch der Faire Handel ein häufiges Thema. Vielen Besuchern war es wichtig, zu erfahren, wie sie selbst nachhaltig einkaufen können, wie fairer Handel funktioniert, oder was eigentlich hinter den vielen Nachhaltigkeitssiegeln steckt, die inzwischen auf unzähligen Verpackungen zu finden sind.

 

Dass diese Fragen nicht nur den Bürgern unter den Nägeln brennen, sondern auch die Politik beschäftigt, wurde in Gesprächen mit sachsen-anhaltischen Spitzenpolitikern deutlich. Ministerpräsident Rainer Haseloff informierte sich am Sonntag über unsere Arbeit.