Aktuelles im Fairen Handel

Die Rundbriefe für Weltläden und Fair-Handels-Gruppen in Sachsen-Anhalt der Fair-Handels-Beratung Sachsen-Anhalt finden Sie hier:

Rundbrief Sommer 2019

Rundbrief Frühjahr 2019

Rundbrief Winter 2018

Rundbrief Sommer 2018

Rundbrief Frühjahr 2018

Rundbrief Winter 2017

Rundbrief Sommer 2017

 

Zur Bewerbung für neue ehrenamtliche MitarbeiterInnen im Weltladen in Sachsen-Anhalt gibt es im EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V. den Flyer “Fair-Stärkung gesucht”. Hier können Sie das Exemplar zur Ansicht anschauen.

 

Brauchen wir all diese Dinge wirklich?

Der Kapitalismus – Ein Systemfehler?

Werbung sagt uns was wir brauchen. Experten trichtern uns ein, Wachstum ist gut und nötig, um zu mehr Wohlstand zu kommen. Konsumgüter stellen Statussymbole dar. Stillstand bedeutet Rückschritt bzw. führt zum Kollaps. Wo ist jedoch Schluss? Wie viel mehr Wachstum brauchen wir wirklich?

Heutzutage warten die Wenigsten bzw. sparen bis sie sich etwas leisten können. Vieles wird auf Pump gekauft – durch beispielsweise Kreditkarten, Überziehungskredite oder Hauskredite. Dieses erbaute System und die damit einhergehende geglaubte Stabilität mögen bis zu einem bestimmten Punkt funktionieren. Seit langer Zeit gibt es jedoch Anzeichen dafür, dass Wachstum nicht unendlich sein kann und Systeme zerbrechen können. Egal ob wir von Wirtschaftssystemen oder Ökosystemen sprechen.

Wie wir wissen, wird Wachstum und Wohlstand anhand des Bruttoinlandsprodukts (BIP) berechnet und somit quantifiziert. Was ist mit Lebensqualität und der Umwelt? Wie zufrieden und glücklich Menschen sind oder wie gesund und fit sie sich fühlen sind Aspekte, die nicht einbezogen werden. So auch nicht die ökologischen Folgen, die unser Handeln und Wirtschaften auf der Erde bisher nach sich gezogen haben. Bereits seit 1972, als der Club of Rome erstmals die Botschaft verbreitete, dass Wachstum negative Folgen hat, kann niemand mehr die Auswirkungen leugnen. Doch was wurde bisher getan?

Initiativen und Alternativbewegungen wie der Faire Handel, die Gemeinwohlökonomie, Degrowth und andere Postwachstumskonzepte entstehen seit einigen Jahrzehnten und bekommen immer mehr Aufmerksamkeit. Soziale und Gemeinwohl-Bedürfnisse spielen im Kapitalismus keine Rolle und kommen somit viel zu kurz.

Am 23. Oktober zeigte das EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V. (ENSA) in Kooperation mit dem Weltladen Wittenberg den Film System Error – Wie endet der Kapitalismus? im Central Kino Wittenberg. Die Themen des Filmes sowie Fragen zu aktuellen wirtschaftspolitischen Entwicklungen diskutierten wir im Anschluss mit Philipp Freisleben – Fachpromotor für Wirtschaft & Entwicklung/CSR beim ENSA – sowie Robert Rauhut – Referent von der Initiative Gemeinwohlökonomie Halle/Leipzig.

 

Auf FairTour durch Sachsen-Anhalt

Anlässlich der bundesweiten Fairen Woche tourte das EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt vom 23.-25. September 2019 durch unser Bundesland. In Quedlinburg, Wernigerode und Sangerhausen wurde mittels Informations- und Verkaufstand sowie mit interaktiven Lernstationen auf die Ungerechtigkeiten innerhalb des globalen Wirtschaftssystems sowie die Alternative des Fairen Handels aufmerksam gemacht. Neben interessierten BürgerInnen nutzten auch vereinzelte Schulklassen das Angebot, um sich hierüber zu informieren.

Quelle: ENSA e.V.

Quelle: ENSA e.V.

Besonderer Beliebtheit erfreute sich gerade unter den eingeladenen SchülerInnen das Smoothie-Bike, welches Spaß, Fitness, Gesundheit, Ernährung und Nachhaltigkeit vereint. JedeR, der/die sich etwas sportlich betätigen wollte, konnte sich innerhalb weniger Minuten einen individuellen Shake aus biologisch und regional erzeugten bzw. fair gehandelten Früchten und ohne Strom selber herstellen.
Gleichzeitig erfuhren die BesucherInnen, was es genau bedeutet, wenn Produkte fair produziert werden und woran man diese erkennen kann.

Dass jeder Mensch Rohstoffe und Energie verbraucht sowie Müll und Abgase produziert, wurde mittels des Ökologischen Fußabdrucks thematisiert. Hierbei hatten die SchülerInnen die Möglichkeit, ihren eigenen Fußabdruck anhand der vier Dimensionen Wohnen & Energie, Konsum & Freizeit, Ernährung sowie Verkehr & Mobilität zu berechnen. Der ökologische Fußabdruck eines Menschen sollte eigentlich nicht größer als 1.8 Hektar ein. Der Durchschnittsabdruck eines Deutschen liegt jedoch im Moment bei ca. 5 Hektar (BUNDjugend Bundesverband, 2019). Wenn alle Menschen dieser Welt einen genauso großen Fußabdruck hätten, würden wir etwa 2,6 Erden benötigen.

Quelle: ENSA e.V.

Die dritte Bildungsstation beschäftigte sich mit „Fairem Handel, Rohstoffen und Smartphones“. In diesem Zusammenhang wurden u.a. die Abbaubedingungen von Coltan in der DR Kongo sowie von seltenen Erden in der VR China besprochen. Zudem wurden Recycling-Möglichkeiten aufgezeigt sowie alternative Smartphones bzw. „grüne“ Unternehmen vorgestellt.

Quelle: ENSA e.V.

In Sangerhausen wurden zudem Workshops zu Wasser, Südfrüchten, dem Regenwald, Textilien und zu Demokratie durchgeführt.

Die FairTour hat wieder gezeigt, dass SchülerInnen und PassantInnen bereit sind, sich mit nachhaltigen Themen und Handlungsweisen auseinanderzusetzen und darüber zu diskutieren. Vor dem Hintergrund der Fridays for Future-Bewegung ist dies zu unserer Freude unumgänglich.

 

Wir bedanken uns bei unseren ortsansässigen Mitgliedsvereinen – dem Dachverein Reichenstraße e.V. aus Quedlinburg und Nangadef e.V. aus Sangerhausen – sowie bei dem Hort der Grundschule „Am Heinrichsplatz“ in Quedlinburg, der Sekundarschule „Thomas Müntzer“ in Wernigerode und der Pestalozzi-Schule in Sangerhausen für ihre Teilnahme an unseren Bildungsstationen.

 

Geschlechtergerechtigkeit zur Produzentenrundreise und Fairen Woche

Egal wo wir uns auf der Welt befinden, Chancengleichheit spielt überall eine Rolle. Frauen stehen vor teilweise gleichen, aber auch unterschiedlichen Herausforderungen. Deshalb ist es natürlich umso wichtiger, sich zu diesem Thema auszutauschen.

In diesem Jahr widmete sich die Faire Woche sowie die Produzentenrundreise dem Thema Geschlechtergerechtigkeit. Am 13. September 2019 kam die Rundreise nach Leipzig. So war das Ziel der Veranstaltung verschiedene VertreterInnen aus Fair Trade-Kooperativen sprechen zu lassen, um die Arbeit auf den Plantagen sowie die Situation der Frauen vor Ort vorzustellen. Zu Gast waren Marthe Uwiherewenimana, Produzentenvertreterin der Kaffee-Kooperative KOPAKAMA aus Ruanda, Kaffeeproduzentin Dolores Cruz Benitez von APROLMA, eine Frauenkooperative aus Honduras, sowie mehrere Vertreter von Last Forest aus Indien.

Quelle: El Puente GmbH

Quelle: El Puente GmbH

In Vorträgen zu den einzelnen Organisationen und in einer gemeinsamen Frage- und Diskussionsrunde wurden verschiedene Aspekte angesprochen.

Quelle: El Puente GmbH

Wohingegen die Frauen in Honduras wenig oder keine Unterstützung von der Regierung bezüglich der Wahrung ihrer Frauenrechte erhalten, erfahren Frauen in Ruanda mehr Zuspruch. Auf die Frage was die anwesenden VertreterInnen der Kooperativen aus Ruanda, Honduras und Indien anderen Frauen mit auf den Weg geben wollen, antworteten sie:

  • Das Thema Geschlechtergerechtigkeit muss immer wieder auf die Tagesordnung gesetzt werden.
  • Bewusstsein muss geschafft werden, z.B. in Form von Workshops, vor allen bei Männern.
  • Es ist wichtig, sich Verbündete zu suchen.
  • Ein Austausch über Landesgrenzen hinaus ist sehr hilfreich.

Letztlich bleibt es wichtig sich auf verschiedenen Ebenen für Chancengleichheit einzusetzen, um langfristig Erfolge zu erzielen.

 

Weltladen-Fachtage 2019 in Bad Hersfeld

Vom 28. bis 29. Juni fanden in Bad Hersfeld die Weltladen-Fachtage statt. Ein vielfältiges Workshop-Angebot am Freitag deckte Themen wie beispielsweise Geschlechtergerechtigkeit und Fairer Handel, Fairer Handel(n) für eine sozialökologische Zukunft, Sinnvolle Marketingaktivitäten, Junges Engagement im Weltladen, Mehr Hauptamtlichkeit wagen, Mode im Weltladen erfolgreich einführen, Mehr Wertschöpfung im Globalen Süden, Update Living Wages, Zertifizierungen & Siegel auf Textilien oder auch Schmuck und Accessoires in Szene setzen.

Quelle: A. Illés, ENSA e.V.

Gefolgt wurden die Workshops von einer Eröffnungsrede und einstimmenden Modenschau. Das Bild der Fachmesse war durch zahlreiche Fair-Handels-Importeure geprägt. Kennenlerngespräche konnten geführt, neue Produkte entdeckt und gekostet sowie Bestellungen aufgegeben werden.

Das Programm wurde am Samstag durch verschiedene Infoshops sowie Diskussionsforen abgerundet. Dabei konnten Themen wie Unverpackt im Weltladen, Weltladen-Online-Shop, Neuregelung des Lieferantenkatalogs, Gesellschaftliche Veränderungen – und wie reagiert der Faire Handel?, Wie viel Kontrolle darf’s denn sein? oder auch Gesetzliche Verpflichtung zur Einhaltung von Menschenrechten erörtert werden.

Bei den Fachtagen war für jeden etwas dabei, egal ob schon langjährig engagiert oder frisch aktiv geworden.

 

Tatort: Accra, Ghana

Auf den Spuren von Europas Elektroschrott

In Accra, Ghana, liegt die Deponie von Agbogbloshie, genannt SODOM, wohin Jahr für Jahr rund 250.000 Tonnen an weggeworfenen Computern, Monitoren, Smartphones und weiteren Elektrogeräten gelangen.

Der Film Welcome to Sodom – Dein Smartphone ist schon hier (2018) zeigt Leben und Alltag der Menschen an einem der giftigsten Orte unseres Planeten. Ein Ort, an dem die Menschen nicht nur ihren Lebensunterhalt mit Elektroschrott und den darin enthaltenen Stoffen und Metallen bestreiten, sondern auch zwischen diesen leben.

Am 05. Juni 2019 zeigte das EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V. den österreichischen Dokumentarfilm in Kooperation mit dem Filmpalast Salzwedel und der Projektgruppe Fairer Handel St. Katharinen Salzwedel und lud anschließend zur Diskussion mit Katharina Debring, Referentin bei WEED – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V./Berlin, ein.

Die Veranstaltung wurde von 34 Personen besucht und der Großteil des Publikums verblieb nach dem Film im Saal, um von der Referentin weiterführende Daten, Fakten und Informationen zu E-Schrott aus Deutschland und der EU zu erhalten sowie mehr über die korrekte Entsorgung und das Recycling von Elektrogeräten zu erfahren.

Wenn auch Ihr Euch für das Thema interessiert, dann zögert nicht, uns zu kontaktieren! Gern organisieren wir eine Filmvorführung mit anschließendem Gespräch auch in Eurer Region! Natürlich vermitteln wir auch kompetente ReferentInnen für schulische Projektstunden und außerschulische Bildungsveranstaltungen zum Thema.

 

PREDA – Kinder und Menschenrechte auf den Philippinen

Die Menschenrechtssituation auf den Philippinen ist unter der Regierung von Rodrigo Duterte von Gewalt geprägt. Im Rahmen seiner Anti-Drogen-Kampagne, welche die Ermordung von vermeintlichen Drogendealern legalisiert hat, sind bisher ca. 25.000 Menschen getötet worden, darunter viele junge Menschen und Kinder.

Die Organisation PREDA (People’s Recovery Empowerment Development Assistance) ist seit 1974 auf den Philippinen, in Olongapo City, tätig. Sie setzt sich für die Rehabilitation von Kindern ein, die Opfer von sexuellem Missbrauch und Kinderprostitution wurden, oder als Kleinkriminelle in Jugendhaftanstalten gelandet sind. Weiterhin sind die Ermächtigung von Kleinbauern durch Workshops und der Schutz von Landrechten, Bildungs- und Aufklärungsarbeit sowie die finanzielle Unterstützung von Schülern und Studenten Handlungsfelder der Stiftung.

Die Stiftung finanziert sich durch Spenden sowie den Einnahmen aus dem Export von fair gehandelten Mango-Produkten (bspw. Mango-Gummiaffen und -engelchen, Mango-Püree sowie Trockenmangos), die besonders im deutschsprachigen Raum beliebt sind. Seit 1989 ist PREDA deshalb Partner von die WeltPartner eG.

Als Gast berichtete der PREDA-Gründer Pater Shay Cullen beim Weltladentreffen Ost 2019 vom 03. bis 05. Mai in Neudietendorf, Thüringen, von der Arbeit im PREDA-Zentrum und dessen Geschichte. Marlyn Capio, Sozialarbeiterin und Rechtsberaterin bei PREDA, präsentierte am 06. Mai in Magdeburg und einen Tag später in Dessau die Arbeit des Zentrums und berichtete von ihren eigenen Erfahrungen als Opfer von sexuellen Missbrauch und Zwangsprostitution, die im Tatort Manila verfilmt wurden.

Die Sexindustrie mit Kinderprostitution, Kinderpornographie und Cyber-Sex sowie die Drogenindustrie sind sehr gewinnbringende Geschäfte auf den Philippinen. Der Kampf, Kinder aus diesem Sumpf herauszuholen, ist das Haupthandlungsfeld von PREDA. Ungefähr 16 Millionen Menschen leben auf den Philippinen in absoluter Armut. Die Sexindustrie stellt oftmals die einzige Möglichkeit dar, um ein Einkommen zu erzielen. Die hohe Nachfrage, der Reiz des Geldes, Ignoranz der Behörden und dass Täter meist straffrei bleiben, machen das Geschäft so lukrativ.

Jedoch sind diese Aspekte nicht die einzigen Gründe, warum Kinder und Jugendliche auf der Straße oder in der Prostitution landen. Die schlechten Lebensbedingungen, Armut, bereits vorhandener Missbrauch innerhalb der Familien bzw. Gemeinden (z.B. durch Väter, Brüder, Cousins oder auch Nachbarn, Lehrer, Doktoren, etc.) sowie eine Kultur des Schweigens bilden einen Teufelskreis, der schwer, und oft nur mit Hilfe von außen, durchbrochen werden kann.

PREDA hat sich daher zur Aufgabe gemacht, den Kindern durch Therapie und Beratung zur Seite zu stehen und zu einer möglichst normalen Entwicklung zu verhelfen. Unter welchen Umständen Kinder aufwachsen, welche Werte ihnen weitergegeben werden oder wie viel Bildung sie erhalten, sind Faktoren, welche die Struktur und Funktion des Gehirns beeinflussen, somit wird der Grundstein für deren Gedanken und Handlungen gelegt. Durch gezieltes Einschreiten beeinflusst PREDA diesen Prozess bei seinen oft schwer traumatisierten Patienten.

Weitere Tätigkeitsfelder der Stiftung sind auf der Website zu finden: https://www.preda.org/.

 

Weltladentreffen Ost 2019

Das Weltladentreffen Ost, welches vom 03. bis 05. Mai in Neudietendorf, Thüringen, stattfand, wurde in diesem Jahr von ca. 130 Fair-Handels-Aktiven besucht. Es waren Weltladengruppen vor allem aus den östlichen Regionen und einigen benachbarten Bundesländern, Fair-Handels-Importeure sowie der Weltladen-Dachverband vertreten. Das gemeinsame Wochenende begann mit einem spannenden Vortrag von Café Chavalo zum Segelkaffee aus Nicaragua. Des Weiteren wurde der Faire Marktplatz durch einige Grußworte des Ehrengastes Pater Shay Cullen von PREDA auf den Philippinen eröffnet.

Der zweite Tag der Konferenz bot eine vielseitige Auswahl an Workshops und Diskussionen. Dabei konnten Themen wie Fairer Handel für eine sozialökologische Zukunft, Geschlechtergerechtigkeit, Menschenrechte auf den Philippinen, Wunschtraum Fachgeschäft – Der Weltladen durch die Kundenbrille, Monitoring Dialog mit BAGHI, Globales Lernen und postkoloniale Perspektiven sowie Erfolgsfaktoren und Zukunftsstrategien von und für Weltläden erörtert werden. Der Faire Marktplatz mit den Fair-Handels-Partnern WeltPartner (dwp), GEPA, Café Chavalo, F.A.I.R.E., EL PUENTE, Frida Feeling, BAGHI, bāzārak, Arte Indio, Weltladen-Dachverband sowie dem Weltladen Leipzig mit einem Buchstand präsentierte eine Vielfalt an neuen Produkten und ermöglichte Beratungen.

In einem Abschlussforum am letzten Tag wurden die Aktivitäten des Weltladen-Dachverbandes, der bisherige Verlauf des Runden Tisches (Dialogprozess mit den Importeuren) sowie das neue Format der Produzentenrundreise vorgestellt. In diesem Rahmen gab es ebenfalls Raum für Fragen und Diskussionen.

Quelle: A. Franko/Weltladen-Dachverband

Für den Großteil der BesucherInnen lieferte die Konferenz neue Anregungen und Motivation zur Weiterarbeit im Fairen Handel. Es wurde auch ersichtlich, welchen Beitrag die Weltladenarbeit in Deutschland für Produzentenländer, wie beispielsweise die Philippinen, leistet. Sachsen-Anhalt wurde auf dem Treffen durch die Weltläden Halle, Wittenberg und Magdeburg sowie durch die Fair-Handels-Beratung repräsentiert.

2020 wird das Weltladentreffen Ost 30 Jahre alt und in Chemnitz, Sachsen, stattfinden. Wir freuen uns auf die Konferenz vom 24. bis 26. April, die vom Entwicklungspolitischen Netzwerk Sachsen e.V. (ENS), der F.A.I.R.E. Warenhandels eG und den sächsischen Weltläden organisiert wird.

 

Anders statt mehr – Fairer Handel(n) für eine sozialökologische Zukunft

Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse,
aber nicht für jedermanns Gier.
Mahatma Gandhi

 

Müssen wir wirklich mehr produzieren und erwirtschaften, den Gewinn maximieren, oder muss es einfach nur anders und bewusster als bisher geschehen? Das Seminar „Anders statt mehr – Fairer Handel(n) für eine sozialökologische Zukunft“ fand am 23. März in Halle (Saale) statt und hat die Teilnehmenden zu interessanten Diskussionen angeregt und vielfältige Fragen zum Postwachstumsgedanken erörtert.

Was jedoch ist Postwachstum? Und wie ist dieser Gedanke mit dem Fairen Handel zu vereinen?

Postwachstum ist eine soziale Bewegung, die sich kritisch mit der allgegenwärtigen Wachstumsorientierung befasst und sich an einem Gedanken der Entkoppelung orientiert. Das quantitative Wachstum rückt in den Hintergrund und Werte wie Selbstbestimmung, Solidarität, Lebensqualität, Demokratie, Gleichheit, Gerechtigkeit als auch kultureller, technologischer und sozialer Wandel gelangen in den Vordergrund.

Die Grundideen von Postwachstum und vom Fairen Handel sind ähnlich und zielen auf eine Reduzierung von Benachteiligungen, Gleichberechtigung, Gerechtigkeit und ein besseres Leben ab.

Max Frauenlob vom Konzeptwerk Neue Ökonomie in Leipzig leitete durch den Workshop. Er vermittelte Inhalte zu Postwachstum und alternativen Wirtschaftskonzepten und lud zu interaktiven Kleingruppenarbeiten ein. Somit brainstormten die Teilnehmenden zu Schlagwörtern wie ‚gutes Leben‘, ‚Wohlstand‘ und ‚Genügsamkeit‘ sowie zu den vier E’s – Entrümpelung (weniger), Entschleunigung (langsamer), Entkommerzialisierung (subsistenter) und Entflechtung (regionaler) – als Strategien für den Fairen Handel. Regionale Produkte als Ergänzungssortiment, Upcycling, weniger Verpackungen, sich Zeit für Kunden nehmen, politisch reagieren sowie Aufklärungs- und Bildungsarbeit betreiben sind einige der Beispiele, die den E’s zugeordnet werden können.

Du kannst nicht den Wind kaufen,
Du kannst nicht die Sonne kaufen,
Du kannst nicht den Regen kaufen,
Du kannst die Hitze nicht kaufen.
Du kannst nicht die Wolken kaufen,
Du kannst nicht die Farben kaufen,
Du kannst nicht meine Freude kaufen,
Und du kannst meine Leiden nicht kaufen.
Calle 13

 

Häufig verlieren wir im Alltag unseren Blick für die wesentlichen Dinge im Leben und gerade auch die, die uns Freude bereiten. Die Postwachstumsbewegung geht einen Schritt in jene Richtung, die ein „gutes Leben für alle“ anstrebt. Und auch der Faire Handel geht diesem Gedanken entgegen! Trotz der Individualität der Vorstellungen eines jeden ist es spannend zu beobachten, wie ähnlich sich die Wünsche und Bedürfnisse der verschiedenen Menschen sind. Freundschaft. Liebe. Familie. Miteinander. Erholung. Freizeit. Wertschätzung. Wissen. Sparsamkeit. Lebensqualität. Starke ländliche Regionen. Infrastruktur. Naturverbundenheit…

 

Die Veranstaltung wurde von der Fair-Handels-Beratung Sachsen-Anhalt, dem Weltladen Halle sowie dem Weltladen-Dachverband organisiert.

 

Süße Schokolade – Bitterer Beigeschmack

Die meisten von uns lieben diese süße Leckerei – Schokolade. Doch was wissen wir eigentlich über deren Herstellung und speziell die Hintergründe des Kakaoanbaus?

Am 18. Dezember 2018 lud der Weltladen „Kanzlereck“ in Bernburg gemeinsam mit dem EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V. (ENSA)  in die „Kanzler von Pfau’sche Stiftung“ ein, um genau dieses Thema zu erörtern und zu diskutieren.

Mark Asamoah, freiberuflicher Referent, vermittelte in diesem Zusammenhang Eindrücke aus erster Hand über den Kakaoanbau in Ghana. Anhand persönlicher Erfahrungen animierte der Sohn ghanaischer Kakao-Bauern die ZuhörerInnen zu einem regen Austausch während des Workshops und schilderte die alltägliche Situation vieler ghanaischer Kakao-Bauern.

Bildnachweis: ENSA e.V.

Während sie sich durch die gemeinsame Arbeit auf den Feldern ein besseres Leben für die Familie und Kinder erarbeiten wollen, sind die Preise für Kakao im konventionellen Handel jedoch zu gering, um ein würdevolles Leben zu führen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Umstände des Kakaoanbaus entwickeln und wie viele Bauern das Geschäft mit den Kakaobohnen aufrechterhalten können. Die meisten Bauern und deren Familien haben zudem noch nie fertige Schokolade gekostet.

Der Faire Handel bietet eine Möglichkeit, die Bedingungen für Bauern in verschiedenen Bereichen zu verbessern. In Ghana agiert derzeitig aber nur ca. 1 % der Kakaobauern im Fair-Handels-System. Wie wir sehen, gibt es noch genug Potential für den Fairen Handel zu wachsen und benachteiligte Kleinbauern durch Partnerschaften auf gleicher Augenhöhe zu unterstützen.

Bildnachweis: ENSA e.V.

Die Veranstaltung endete musikalisch mit einer kleinen Trommeleinage des Referenten sowie mit frischer Motivation für Weltladen-MitarbeiterInnen und KonsumentInnen fair gehandelter Produkte.

Wenn auch Ihr Interesse an diesem oder einem anderen entwicklungspolitischen Thema habt, kontaktiert uns einfach. Gern organisieren wir auch mit Euch eine entsprechende Veranstaltung in Eurer Region!

 

Die Neue Internationale Charta des Fairen Handels

Die Verabschiedung der Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDGs) im Jahr 2015 veranlasste die World Fair Trade Organization und Fairtrade International die „Internationale Charta des Fairen Handels“ aus dem Jahr 2009 zu überarbeiten. Die neue Charta soll den Akteuren helfen, das Wissen über Fairen Handel zu verbreiten. Außerdem sollen Anknüpfungspunkte geboten werden, um sich mit Organisationen zu vernetzen, die sich zwar nicht im Fairen Handel engagieren, aber in ihrer Arbeit eine ähnliche Grundphilosophie vertreten (z.B. Bio-Landwirtschaft und Solidarwirtschaft). Gleichzeitig dient die Charta dazu die Fair-Handels-Bewegung als Einheit darzustellen und so die öffentliche Sichtbarkeit zu erhöhen.

Obwohl der Faire Handel in den vergangenen Jahren große Erfolge zu verzeichnen hatte, erreicht die globale Ungleichheit immer neue Rekorde. Im letzten Jahr besaß das reichste Prozent der Weltbevölkerung so viel wie die anderen 99% zusammen und nur acht Menschen besaßen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Diese Zahlen kommen trotz einer starken Zunahme des Welthandels zustande, was deutlich macht, dass die „Liberalisierung des Handels ihr Versprechen, die Armut zu reduzieren, nicht erfüllt“ (CFH S. 13). Das Scheitern des neoliberalen Freihandels sollte allerdings nicht als Rechtfertigung für Protektionismus missbraucht werden, denn das Problem ist nicht der Handel, sondern seine unzureichende Regulierung und derzeitigen Charakteristika. Dies führt dazu, dass Märkte und Wertschöpfungsketten von wenigen global tätigen Unternehmen beherrscht werden, welche die Macht haben, allen anderen Akteuren die Handelsbedingungen zu diktieren und somit die Preise zu drücken – oft unter die Produktionskosten.

Die Funktionsweise des Fairen Handels

Der Faire Handel schafft langfristige Handelspartnerschaften, die in gemeinsamer Planung der Akteure umgesetzt werden. Es geht beim Fairen Handel also nicht um Wohltätigkeit, sondern um Partnerschaft. Das Ziel ist sowohl die wirtschaftliche und soziale Situation der Produzenten zu verbessern, als auch die Umwelt zu schützen. Somit wird Handel zu mehr als ein Austausch von Gütern. Er ist soziale Interaktion, durch die ein inklusives Wirtschaftswachstum möglich wird.

Der Faire Handel schafft Bedingungen, die eine Produktion ohne ausbeuterische Kinderarbeit möglich machen. Weiterhin werden die Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen der ArbeiterInnen nicht nur geduldet, sondern aktiv gefördert und das Verbot von Diskriminierung und Zwangsarbeit streng kontrolliert, ebenso wie größtmögliche Arbeitssicherheit. Problematisch ist dagegen der Umgang mit dem Thema existenzsichernde Löhne. Die neue Charta verspricht, dass die „Organisationen des Fairen Handels darauf hin [arbeiten], für die Beschäftigten […] existenzsichernde Löhne zu erreichen“ (CFH S. 19) Mit anderen Worten: Im Moment werden zwar fairere aber nicht unbedingt existenzsichernde Löhne gezahlt. Kritiker wünschen sich hier deutlich mehr Engagement durch die Organisationen des Fairen Handels und vor allem eine bessere Kommunikation nach außen. Denn die höheren Löhne, die für fair gehandelte Produkte bezahlt werden, sind immer noch das klassische Verkaufsargument.

Neben den sozialen Aspekten ist auch die Umwelt von großer Bedeutung. Die langfristigen Verträge halten dazu an, die Umwelt zu schützen. Ebenso wird die Vermeidung von Müll gefördert und dafür gesorgt, dass die Preise für den Konsumenten die tatsächlichen Kosten für Mensch und Umwelt widerspiegeln. Außerdem werden die Bauern dabei unterstützt, Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu ergreifen, von dem sie überproportional betroffen sind.

Der Faire Handel ist politisch

Theoretisch verankert sind diese Maßnahmen durch einen Mehrebenen-Ansatz, der es ermöglicht die komplexen Wechselwirkungen zwischen lokalen, nationalen und globalen Akteuren zu erfassen und passgenaue Strategien zur Bearbeitung von Problemen zu entwickeln. Mindestens genauso bedeutend ist der Multistakeholder-Ansatz. Er stellt sicher, dass alle Anspruchsgruppen (Stakeholder) gehört werden, auch wenn sie nicht direkt an Produktion und Verkauf beteiligt sind.

Eine direkte Konsequenz dieser Ansätze ist die Förderung demokratischer Strukturen in der Wirtschaft, weltweit. Der Faire Handel unterstützt vor allem kleinbäuerliche, demokratisch organisierte Genossenschaften. So erfahren die Genossenschaftsmitglieder bestenfalls am eigenen Leib, wie Demokratie funktioniert – ein in autoritär regierten Staaten nicht zu unterschätzender Beitrag zur Etablierung einer demokratischen Kultur.

Die Regeln des konventionellen Handels sollen so verändert werden, dass er fair wird. Dazu ist es nötig, die politischen Rahmenbedingungen auch hier in Deutschland zu verändern. Aus diesem Grund ist es essenziell, dass die Akteure des Fairen Handels politische Überzeugungsarbeit leisten – im Sinne des Mehrebenen-Ansatzes – von den lokalen Stadt- und Gemeinderäten, über Landtage, bis hin zu Bundestag und Europaparlament. Verbraucher sollten ein Recht darauf haben, gerechte und nachhaltige Handelspraktiken als Norm für alle Produkte erwarten zu können.

Bis es soweit ist, müssen die Aktiven des Fairen Handels weiterhin auf die Macht der Verbraucher setzen. Wie groß diese ist, zeigt die zunehmende Präsenz fair gehandelter Produkte im konventionellen Handel. Um hier „echten“ Fairen Handel und Greenwashing voneinander zu unterscheiden, bedarf es Transparenz; denn Transparenz schafft Vertrauen. Dieses Vertrauen der Kunden ist das größte und wichtigste Kapital des Fairen Handels. Die über viele Jahre hinweg aufgebauten Kontrollsysteme sind somit wesentlich. Allerdings müssen alle Fair-Handels-Aktiven dafür Sorge tragen, dass die Ergebnisse dieser Kontrollen, die notwendiger Weise auch Missbrauch zutage fördern, als das verstanden werden, was sie sind: Das Ergebnis von Transparenz und Kontrolle.

Quelle: CFH: TransFair e.V. & ForumFairerHandel (Hrsg.): Die Internationale Charta des Fairen Handels; 2018

 

Veranstaltung „Welthandel in der Kritik – Welchen Beitrag kann der Faire Handel leisten?“

Das Welthandelssystem steht am Scheideweg: Fallen wir zurück in eine von Zöllen dominierte Welt, in der das Recht des Stärkeren gilt, oder schaffen wir es, den Welthandel so zu organisieren, dass er für alle Beteiligten gerecht ist? Der bekannteste Ansatz für eine gerechtere Gestaltung der Globalisierung, ist der Faire Handel.

Welche Lehren wir aus der jahrzehntelangen Erfahrung des Fairen Handels für das Welthandelssystem ziehen können, haben der Eine Welt e.V. Dessau und das EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt am 18. Oktober mit Dr. Boniface Mabanza von der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika aus Heidelberg diskutiert.

Inhaltlich wurden die Handelspraktiken der Industrieländer erörtert und deren Auswirkungen für die Entwicklungsländer dargelegt. Besonders die EU-Handelspolitik mit Afrika wurde kritisch hinterfragt sowie die Rolle des Fairen Handels einbezogen.

Nach  Ende der Kolonialisierung und mit der Gründung der Welthandelsorganisation (WTO) 1995 wurde der Welthandel durch die Ausfertigung von Freihandelsabkommen liberalisiert. Innerhalb weniger Jahre stellte sich jedoch heraus, dass die Abkommen, gerade in Hinblick auf den Wegfall von Zöllen, schwerwiegende und existenzielle Probleme für die rohstoffreichen Länder des globalen Südens mit sich brachten. Der Abbau von Zöllen und Export-Steuern verursacht große Einschnitte in den Staatseinnahmen und die Ausfuhr von hauptsächlich reinen Rohstoffen hemmt die Entstehung von weiterverarbeitenden Industrien, die Industrialisierung und den technologischen Fortschritt innerhalb der Entwicklungsländer. Wer also profitiert dann von den „verordneten“ Handelspraktiken? Die Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika sind es nicht.

Lokale Märkte in den armen Ländern Afrikas werden durch billige Importe unter anderem aus der EU zerstört bzw. deren Entstehung verhindert. Das betrifft besonders die Landwirtschaft, einen der wenigen Wirtschaftszweige Afrikas, der global konkurrenzfähig ist. Eine weitere interessante Entwicklung in den letzten Jahren ist, dass der Handel zwischen Afrika und China, Indien sowie  Brasilien sehr zugenommen hat. Die benachteiligten Länder müssen für sich selbst festlegen, in welche Richtung sie bei der Entwicklung ihrer Volkswirtschaften gehen möchten und welche Interessen sie vertreten, auch wenn es sich vielleicht oder wahrscheinlich gegen die „westlichen“ institutionellen Empfehlungen richten sollte.

Wenn wir den Fairen Handel in diese Debatte einbeziehen, ist zu bedenken, dass es sich im Moment nach wie vor um eine Nische handelt, mit einem starken Fokus auf Landwirtschaft. Wenn die Bewegung etwas im großen Stil ändern möchte, braucht es eine Ausweitung auf weitere Produktkategorien, Dienstleitungen und Finanzsysteme. Auch den einseitigen Blick nach Süden gilt es zu überwinden. Die Einbeziehung von Lieferanten aus dem globalen Norden als Mitglieder in der World Fair Trade Organization (WFTO) war ein positiver Schritt. Weiterhin ist eine Politisierung des Fairen Handels sehr wichtig, um in Zukunft (noch) stärker zu werden. Die Mobilisierung sowie die Zusammenarbeit mit bereits bestehenden Kräften muss dabei eine zentrale Rolle spielen.

Trotz des „schwer verdaulichen“ Themas endete die Veranstaltung in einem regen Austausch der Teilnehmenden und einhelligen Meinung, dass dieses Thema deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient.

 

FairTour 2018 – Ein Schritt in Richtung mehr Gerechtigkeit

Vom 14. bis 28. September 2018 findet die bundesweite Aktionswoche zum Fairen Handel – die „Faire Woche“ – statt, an der sich das ENSA auch dieses Jahr wieder mit einer FairTour durch Sachsen-Anhalt beteiligte. Vom 17. bis 21. September 2018 tourten die Koordinatorinnen der ENSA-Projekte ‚Fair-Handels-Beratung‘ und ‚Faires Sachsen-Anhalt‘ gemeinsam mit zahlreichen UnterstützerInnen durch Halle (Saale), Salzwedel, Stendal, Wernigerode und Wittenberg.

Das diesjährige Thema der Fairen Woche „Gemeinsam für ein gutes Klima“ ermöglichte es, die Aktionstage mit verschiedenen Bildungsstationen zu füllen. Zusammen mit ortsansässigen Weltläden und BildungsreferentInnen wurde so ein abwechslungsreiches Programm rund um den Fairen Handel gestaltet: Bildungseinheiten zu Südfrüchten und der Produktion von Fußbällen erläuterte das Prinzip des Fairen Handels an unterschiedlichen Produkten; das SmoothieBike, an dem sich die TeilnehmerInnen selbst biologische, regionale und faire Frucht-Shakes „erstrampeln“ konnten, lud dazu ein, über den eigenen Fruchtkonsum nachzudenken; und das Weltverteilungsspiel veranschaulichte die globalen Verteilungsungerechtigkeiten, die Fairen Handel so notwendig machen. Der Bildungsparcours veranlasste die teilnehmenden SchülerInnen dazu, sich spielerisch mit nachhaltigem Konsum im Allgemeinen auseinanderzusetzen.

FairTour in Halle, Bildnachweis: ENSA e.V.

Abgesehen vom Auftakt der FairTour, der auf dem Hallenser Marktplatz stattfand und sich an die allgemeine Öffentlichkeit richtete, wurden alle anderen Stationen von Schulen genutzt, um den SchülerInnen an alternativen Bildungsorten und mit interaktiven Methoden die Thematik des Fairen Handels näher zubringen: In Salzwedel besuchten uns zwei Schulklassen der Jeetzeschule, in Stendal kamen drei Klassen des Winckelmann-Gymnasiums und in Wittenberg schauten drei Klassen des Lucas-Cranach-Gymnasiums an unseren Ständen vorbei.

FairTour in Salzwedel, Bildnachweis: ENSA e.V.

FairTour in Stendal, Bildnachweis: ENSA e.V.

Nachdem Wernigerode im vergangenen Jahr als Fairtrade Town ausgezeichnet wurde, fand in diesem Jahr im Rahmen der Fairen Woche und der FairTour ein Klima-Aktionstag statt, wodurch der besondere Zusammenhang zwischen den beiden Problemfeldern hervorgehoben werden konnte. Neben der Stadt und dem ortsansässigen ENSA-Mitglied Dachverein Reichenstraße e.V. beteiligte sich auch die Fairtrade School Thomas-Müntzer-Sekundarschule aktiv an dem Aktionstag, indem die SchülerInnen aus fair gehandelten Produkten selbstgebackene Kuchen und Crêpes verkauften.

Klima-Aktionstag in Wernigerode, Bildnachweis: ENSA e.V.

Ein besonderes Highlight – und angemessener Abschluss der FairTour 2018 – war der Besuch des Europa-Abgeordneten Arne Lietz (SPD), der unseren Stand kurzzeitig in Wittenberg unterstützte.

FairTour in Wittenberg, Bildnachweis: ENSA e.V.

Es ergaben sich während der gesamten Woche zahlreiche interessante und anregende Gespräche mit einer Vielzahl von PassantInnen, SchülerInnen und LehrerInnen. Die Aktionswoche war somit ein voller Erfolg und wir freuen uns bereits auf eine Wiederholung im Jahr 2019!

Herzlich bedanken wir uns bei unseren KooperationspartnerInnen: dem Weltladen Halle; der Fair-Handels-Gruppe Salzwedel, der Jeetzeschule in Salzwedel; Frau Ulrike Bürger; dem Weltladen Stendal, dem Winckelmann-Gymnasium in Stendal; dem Eine Welt-Regionalpromotor aus dem Mauritiushaus Niederndodeleben e.V., Herrn Matthias Bilz; dem Dachverein Reichenstraße e.V. aus Quedlinburg, der Stadt Wernigerode; dem Weltladen Wittenberg, dem Lucas-Cranach-Gymnasium in Wittenberg; sowie Herrn Arne Lietz (MdEP).

 

Auf einen fairen Stopp in Köthen

Anlässlich des städtischen Kinderfestes war das EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V. (ENSA) am 02. Juni 2018 in Köthen. Während sich das Smoothie-Bike des Weltmobils unter den Köthener Kindern großer Beliebtheit erfreute, lud das durch die Fair-Handels-Beratung veranstaltete Faire Frühstück auch deren Eltern dazu ein, mit uns und miteinander über biologisch, regional und saisonal erzeugte sowie fair gehandelte Lebensmittel ins Gespräch zu kommen. Zusätzlich ermunterten das Weltverteilungsspiel und das Weltpuzzle die BesucherInnen unseres Standes dazu, sich mit globalen Zusammenhängen und Herausforderungen auseinanderzusetzen. Die Köthener BürgerInnen zeigten dabei nicht nur ein reges Interesse an den von uns mitgebrachten Produkten, die in ihrer Stadt aufgrund des Fehlens eines Weltladens nur schwer erhältlich sind, sondern auch ganz allgemein an den Themen ökologischer Nachhaltigkeit wie auch (globaler) sozialer Gerechtigkeit.

Bildnachweis: ENSA e.V., 2018

Bildnachweis: ENSA e.V., 2018

Im vergangenen Jahr hatte das Weltmobil des ENSA zum Tag der Deutschen Einheit bereits einmal auf Einladung von Raymond Schulz, Leiter der nach ihm benannten Sanitätsschule sowie des Deutschen Fördervereins für Sanitätswesen Köthen e.V., in Köthen gastiert. Seitdem konnte der Kontakt zwischen dem EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V. (ENSA) und dem 2016 mit der österreichischen „Flamme des Friedens“ für seinen Einsatz für Frieden, Toleranz und Völkerverständigung ausgezeichneten Köthener kontinuierlich ausgebaut werden. Dadurch konnte nicht nur ein engagierter Partner für gemeinsame Aktionen und Veranstaltungen in der Bachstadt gewonnen werden; sondern auch die Themen des Globalen Lernens und der Eine Welt-Arbeit finden aufgrund des großen Interesses des aktiven SPD-Mitglieds Schulz an den Publikationen unseres Netzwerkes zunehmend Eingang in Köthen. Zudem konnten wir während des Kinderfestes Kontakt zu diversen anderen Institutionen und Initiativen in Köthen aufnehmen.

Bildnachweis: ENSA e.V., 2018

Wir freuen uns sehr über diese Partnerschaft in Sachsen-Anhalts Osten und natürlich auf deren Weiterbestehen!

 

FAIR-BINDUNG SCHAFFEN – Das Weltladentreffen Ost 2018

Das diesjährige Weltladentreffen Ost fand vom 13. bis 15. April im Feriendorf Groß Väter See in Brandenburg statt und wurde von über 120 Engagierten und Interessierten aus 36 Weltladengruppen besucht.

Bildnachweis: Lutz Heiden, 2018

In einer spannenden Reihe von Workshops, Vorträgen und Diskussionen wurden unterschiedliche Themen wie Gesund und fair würzen, Upcycling, die EU-Handels- und Investitionspolitik gegenüber Afrika, faire Fußbälle, die Einkaufspolitik und Verkaufsförderung im Weltladen, die Weltladen-Dachverband-Strategie sowie politische Kampagnen-Arbeit behandelt. Außerdem fand eine erste und rege Diskussion zum Thema „Wunschtraum Fachgeschäft – wie sichern wir die Zukunft“ mit Vertretern einiger Importorganisationen statt, welche natürlich in Zukunft fortgeführt werden soll.

Des Weiteren gab es einen gut gefüllten fairen Marktplatz, auf welchem sich beispielsweise die GEPA, die F.A.I.R.E., EL PUENTE, dwp, Frida Feeling, GLOBO und der Weltladen Leipzig mit einem Buchstand präsentierten.

Nach 28 Jahren hat die Weltladenkonferenz nicht ausgedient. Der Stellenwert ist bei den Teilnehmenden nach wie vor sehr hoch und das Treffen wird immer als Lieferant für Motivation, Inspiration und neue Impulse angesehen. Sachsen-Anhalt war an dem Wochenende mit Aktiven aus dem Weltladen Halle und Weltladen Magdeburg sowie der Fair-Handels-Beratung vertreten.

Das Treffen wird natürlich auch wieder in 2019 stattfinden und zwar vom 03. bis 05. Mai in Neudietendorf. Die Fair-Handels-Beratung Thüringen steckt bereits tief in der Vorbereitungsphase. Wir freuen uns darauf!

 

Bildungsreise 2018 für Weltladen-Aktive aus Sachsen-Anhalt, Thüringen und Hessen zu CONTIGO

Bildnachweis: A. Franko, Weltladen-Dachverband, 2018

Vom 16.-17. Februar 2018 organisierten die Fair-Handels-Beratung Sachsen-Anhalt und die Fair-Handels-Beratung Thüringen eine Bildungsreise für Weltladen-Aktive aus ihren Regionen zu CONTIGO nach Göttingen und zum Tropengewächshaus und Weltladen in Witzenhausen.

Insgesamt nahmen 15 MitarbeiterInnen aus 8 Weltläden an der Reise teil, davon 10 TeilnehmerInnen aus Thüringen, 2 TeilnehmerInnen aus Sachsen-Anhalt, 3 TeilnehmerInnen aus Hessen. Die Bildungsreise diente dem Austausch und der Fortbildung und Qualifizierung.

In der CONTIGO Zentrale gab nach einem ersten Kennenlernen der Geschäftsführer Ralph Wüstefeld einen informativen und transparenten Einblick in die Geschichte, Struktur und Arbeitsweise von CONTIGO. Dabei ging er auf die Aktivitäten als Importeur, auf das System der 22 bundesweiten Fairtrade Shops sowie die Hintergründe des Austritts aus der World Fair Trade Organization (WFTO) ein.
Im Anschluss erhielten die TeilnehmerInnen eine Führung durch die Büros, die Kaffeeröstanlage und das Lager von CONTIGO, wo die Arbeitsweise transparent und anschaulich dargestellt wurde. Die Produktdesignerin, Greta Herbst, stellte ihre Arbeit und die Herausforderungen an die Sortimentsgestaltung und -auswahl dar. Das Kunsthandwerkssortiment wird in enger Absprache mit den ProduzentInnen vor Ort entwickelt. Die Designvorgaben kommen dabei von CONTIGO und orientieren sich stark an den Mode- und Lifestyle-Trends.

Im ersten und ältesten CONTIGO Shop in der Göttinger Innenstadt gab die Ladenleitung eine Führung mit Kaffeeröstung und -verkostung. Die Ladengestaltung, die Sortimentsauswahl, das Marketing und die informativen Produktschilder waren für die Weltladenaktiven sehr inspirierend.

Am Abend fand in der Jugendherberge zwischen den TeilnehmerInnen in einem „World-Café“ ein reger Austausch über die Herausforderungen und Erfolge der beteiligten Weltläden sowie die Frage nach der Zukunft der Weltladenbewegung statt. Hier wurde auch die neue Strategie des Weltladen-Dachverbands vorgestellt.

World Café, Bildnachweis: ENSA e.V., 2018

World-Café, Bildnachweis: ENSA e.V., 2018

Am Samstag erhielten die TeilnehmerInnen in Witzenhausen eine Führung im Tropengewächshaus der Uni Kassel zum Thema Regenwald. Hier wurden auch Methoden des Globalen Lernens und die Arbeit mit Schulklassen eindrucksvoll dargestellt. Den Abschluss bildete  dann der Besuch des 40 Jahre alten Weltladens Witzenhausen, der seit langer Zeit einen besonderen Schwerpunkt im Bereich Bildungsarbeit hat und eng mit dem Tropengewächshaus im Globalen Lernen zusammen arbeitet. Sabine Spengler stellte einzelne Bildungsmodule des Weltladens vor, wie das Weltverteilungsspiel und ein Kakaoquiz.

Tropengewächshaus Witzenhausen, Bildnachweis: ENSA e.V., 2018

Weltverteilungsspiel im Weltladen Witzenhausen, Bildnachweis: ENSA e.V., 2018

Am Ende der Bildungsreise gaben die TeilnehmerInnen die Rückmeldung, dass sie ihre Erkenntnisse über die Strukturen des Fairen Handels erweitern konnten und für die eigene Arbeit im Weltladen motiviert wurden. Beispielsweise wurden neue Anregungen für die Warenpräsentation, Beschilderung zu Produkten/Produzenten, Sortimentserweiterung und zu mehr Bildungsarbeit erlangt. Auch der überregionale Austausch war sehr fruchtbar für die Weltladen-Aktiven. Es wurde deutlich, dass die Engagierten aus den verschiedenen Bundesländern vor ähnlichen Problemen stehen, wie beispielsweise eine optimale Abdeckung der Öffnungszeiten.

Die Bildungsreise wurde als sehr gelungen wahrgenommen und war somit ein Erfolg!

Wir bedanken uns recht herzlich bei unseren KooperationspartnerInnen: CONTIGO, das Tropengewächshaus der Uni Kassel und der Weltladen Witzenhausen.

 

Die Schokolade in den Zeiten des Fairen Handels

Ein kurzer Abriss zum Ursprung des Kakaos sowie die Schokoladenindustrie in Honduras, besonders vor dem Hintergrund des Fairen Handels, werden im folgenden und spannenden Artikel von Ricardo Cortez – MBA-Student an der Universität Leipzig – und Gunhild Bachmann – Psychologie-Studentin der Alpen-Adria Universität Klagenfurt (Österreich) dargestellt.

Deutsche Version: Die Schokolade in den Zeiten des Fairen Handels

English version: The Chocolate in the Times of Fair Trade

 

FairTour 2017

Auch in diesem Jahr hat das EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V. (ENSA) im Rahmen der bundesweiten Fairen Woche eine FairTour durch Sachsen-Anhalt veranstaltet. Vom 19. bis 22. September waren die Projektkoordinatorinnen für Faires Sachsen-Anhalt und für die Fair-Handels-Beratung Sachsen-Anhalt gemeinsam mit viel Unterstützung in vier Städten unterwegs: Halberstadt, Quedlinburg, Wernigerode und Schönebeck (Elbe).

Zusammen mit ortsansässigen Weltläden und BildungsreferentInnen wurden bunte Aktionstage zum Thema Fairer Handel gestaltet. In verschiedenen Bildungsparcours erhielten SchülerInnen der 7./8. Klassenstufe die Gelegenheit, sich spielerisch mit dem Thema ‚Nachhaltiger Konsum‘ auseinanderzusetzen. So konnten sich die SchülerInnen beispielsweise mit dem Smoothie-Bike einen „bio regional fairen“ Früchte-Shake erstrampeln. In der Bildungseinheit zu „Fairer Handel und Gewürze“ lernten die Jugendlichen, dass der Faire Handel noch mehr zu bieten hat als Kaffee und Schokolade. Sie konnten so ihre eigenen „bio regional fairen“ Dips herstellen. In Halberstadt nahmen drei Klassen des Martineum Gymnasiums an dem Bildungsparcours teil und in Quedlinburg beteiligten sich zwei Klassen der Bosseschule. Zudem wurde in Quedlinburg durch den Eine Welt Laden AYUDA ein breites Sortiment von fair gehandelten Produkten angeboten.

Ein besonderes Highlight innerhalb der FairTour fand am 21. September in Wernigerode statt, da an diesem Termin die Stadt als Fairtrade Town ausgezeichnet wurde. Damit ist sie die 499. Stadt in Deutschland, die sich für faire Arbeits- und Produktionsbedingungen im globalen Süden einsetzt. Manfred Holz, der die Urkunde als Ehrenbotschafter und Gründungsmitglied von Transfair Deutschland übergab, zeigte sich beeindruckt vom vielfältigen Engagement in Wernigerode: „Das Thema Fairer Handel setzt hier in Wernigerode seit Jahren enorme Kräfte und Kreativität frei, angefangen im Rathaus, bis hin zu den Kirchengemeinden, Schulen, Vereinen und der Hochschule Harz.” Er betonte aber auch, dass „diese Auszeichnung als Fairtrade Town nicht das Ziel, sondern der Anfang und Auftrag für weitere Aktivitäten ist, denn dieser Titel gilt nur für zwei Jahre.” Oberbürgermeister Peter Gaffert nahm  die Urkunde entgegen und betonte, dass diese Initiative und Auszeichnung nur einer der Bausteine der Stadt ist, Beschaffung Stück für Stück nachhaltiger zu gestalten. Auch die SchülerInnen der ersten Fairtrade School in Sachsen-Anhalt von der Thomas-Müntzer-Sekundarschule unterstützten die Festivität tatkräftig. Mit selbstgebackenen Kuchen und Crêpes – natürlich aus fairen und regionalen Produkten – machten sie den Wernigerödern den Fairen Handel schmackhaft und klärten über die Hintergründe auf.

Abschluss der FairTour bildete der Aktionstag am 22. September auf dem Marktplatz in Schönebeck. Insbesondere das vielfältige Angebot des Gnadauer Weltladens lockte zahlreiche Passanten an den Stand und es wurden viele interessante Gespräche geführt.

Wir bedanken uns recht herzlich bei unseren diesjährigen KooperationspartnerInnen: die BildungsreferentInnen des Dachvereins Reichenstraße e.V., das Martineum Gymnasium Halberstadt, der Eine Welt Laden AYUDA Quedlinburg, die Bosseschule Quedlinburg, der Eine-Welt-Laden Wernigerode, die Sekundarschule „Thomas-Müntzer“ Wernigerode, die Hochschule Harz und der Gnadauer Weltladen.

 

Gefördert wurde das Projekt aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst, von Engagement Global, Misereor, des Katholischer Fonds sowie des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitales.

 

Weltladentreffen Ost 2017

Unter dem Motto „In Bewegung bleiben“ fand vom 21. bis 23. April 2017 das 22. Weltladentreffen Ost statt. In diesem Jahr wurde das Treffen vom EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V. mit Unterstützung der Fair-Handels-BeraterInnen aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen organisiert und durchgeführt. Ausgetragen wurde das Wochenende im historischen Huberhaus in Wernigerode, Sachsen-Anhalt.

Exif_JPEG_PICTURE

TeilnehmerInnen des WLTO 2017 in Wernigerode (Foto: ENSA)

Mit 83 TeilnehmerInnen waren Aktive aus den Weltläden und Fair-Handels-Gruppen der neuen Bundesländer und Berlin vertreten. Ein Kick-off-Vortrag mit anschließender Verkostung von PERÚ PURO am 21. April thematisierte die Wechselwirkung von Fair Trade mit Kakao und der Erhaltung der Regenwälder in Lateinamerika und speziell Peru.

Der 22. April gab den TeilnehmerInnen die Möglichkeit, auf einem „Fairen Marktpatz“ mit Ausstellern wie GEPA, EL PUENTE, dwp, F.A.I.R.E. Warenhandels eG, Arte Indio, und dem Weltladen-Dachverband in Kontakt zu kommen, sich auszutauschen, Produkte kennenzulernen sowie zu probieren. Auch der Eine Welt e.V. Leipzig war mit zahlreichen Büchern und mit einem fairen Snackverkauf vor Ort.

Exif_JPEG_PICTURE

Fairer Marktplatz beim WLTO 2017 (Foto: ENSA)

Die Agenda des Treffens wurde weiterhin durch acht thematisch-unterschiedliche Workshops gefüllt. Das Angebot reichte von Inhalten wie Fairer Handel im Supermarkt und in Weltläden, Fairer Handel und die Sustainable Development Goals (SDGs) über „Ein Weltladen für junge Leute“, Grundlagen zur Bildungsarbeit im Weltladen, Team-Building im Weltladen, bis hin zu Verkaufsförderung, politischen Aktionen und Kampagnen, und Argumente gegen rechte Parolen.

Exif_JPEG_PICTURE

Workshop beim WLTO 2017 (Foto: ENSA)

Der 22. April wurde am Abend durch ein Puppentheaterstück von den Kindern der TeilnehmerInnen und Heike Kammer, Friedens- und Menschenrechtsaktivistin, sowie durch eine musikalische Einlage von PROTON aus Halle (Saale) abgerundet. Das Treffen endete mit einem Abschlussplenum am 23. April.

Alles in allem hat das Weltladentreffen Ost 2017 anregende Diskussionen forciert, den Austausch unter den Engagierten angekurbelt und viele dazu motiviert, „in Bewegung zu bleiben“.

Gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst, sowie:

  Katholischer Fonds offiziell 2013 logo_quer_snsb_rgb